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Persönliches


1964 - 2014: 50 Jahre Funderchor

Jakob Stromberger ist heuer (2014) seit 50 Jahren beim Funderchor. Anlass genug, mit ihm einmal ein paar ernste Worte zu sprechen. Das Interview wurde am 20. März 2014 im Probelokal in St. Veit aufgezeichnet.

Das ungekürzte Original können sie [hier] herunterladen.

 

Georg: Lieber Jakob, wir wollen heute über Deine lange Zugehörigkeit zum Funderchor reden. Wann hat das begonnen?

Jakob: Begonnen hat das 1964, im Februar. Bei der Jahreshauptversammlung bin ich dem Chor beigetreten.  Wie ich bei der Firma Funder angefangen habe zu arbeiten, hat mir mein Meister im Werk mit sanften Druck nahegelegt, beim Funderchor anzufangen.

Georg: Der Funderchor wurde 1951 als Werkschor gegründet. Das heißt, damals wie Du beigetreten bist gab es noch sehr viele Gründungsmitglieder.

Jakob: Ja, da sind noch einige dabei gewesen. Es waren eigentlich nur Mitarbeiter von Werk beim Chor, es durfte kein anderer mitsingen.

Georg: Eine bewegende Zeit, sein 1964, jetzt haben wir 2014, Du bist also 50 Jahre beim Funderchor und hast in dieser Zeit auch einige Chorleiter miterlebt.

Jakob: Den ersten Chorleiter, den ich hatte, war Anton Schmid. Er hat dann sicher noch 15 Jahre den Chor geleitet. Wir haben viel von ihm gelernt.

Die Zuhörer haben uns gefragt, wo wir die ganzen schönen Lieder herhaben. Die hat ja unser Chorleiter selbst geschrieben. Er ist dann oft mit einem neuen Lied gekommen, das wir angesungen haben. Es hat ihm nicht immer gepasst, oft hat er das Lied nochmals überarbeitet.

Georg: In der Zeit war der Chef vom Funderwerk auch beim Chor.

Jakob: Ja, der Dipl. Ing. Funder war mitdabei. Wie der Chef seinen 50er gefeiert hat, wurde im Betrieb ein großes Zelt aufgestellt. Da haben wir ihn dann zum Ehrenmitglied gemacht. Er hatte aufgehört zu singen, da der Betrieb immer größer geworden ist und ihm die Zeit fehlte.

Georg: Du hast ja schon manchmal erzählt, dass bei den Ausflügen mit dem alten Funderchef immer spaßig war.

Jakob: Das war immer lustig. Es wurde viel gesungen und auch (etwas) getrunken!

Georg: Jakob, Du singst im 2. Bass. Tutst Deinen jungen Sangeskollegen manchmal a bissl „die Wadl fiarichtn“?

Jakob: Das passt schon, das sind alles gute Buamen!

Georg: Du hast ja aber auch noch andere Funktionen im Funderchor.

Jakob: I schau, dass ihr was zum Trinken habts! Der Chorleiter plagt uns, da muss man auch was zum trinken bekommen.

Georg: Jakob, hast Du im Chor auch einen Spitznamen?

Jakob: Nein!

Georg: Also, ich weiß von ein paar! Wie zum Beispiel „Jake“, „Jakobus“, „Opi“ hört man jetzt auch hi und da und sogar „Hofrat“ wirst Du genannt.

Jakob: (Lacht)

Georg: Der Funderchor hat schon so manch bewegte Zeit durchlebt. In der Gründungsphase hat das Funderwerk einmal eine schwere Zeit gehabt, und damit auch der Chor.

Jakob: 1981, wie das Funderwerk Pleite gegangen ist, erlebten wir auch einen schweren Rückschlag. Da waren wir nur 16 oder 17 Sänger.

Georg:  Vor ein paar Jahre waren wir wieder weniger Mitglieder und haben eigentlich von vorne begonnen. Wir hatten das Glück gleich junge motivierte Sänger zu finden, die meisten noch gar keine ausgebildeten Sänger. Wie hast Du diese Phase erlebt?

Jakob: Ich habe damals eine sehr große Freude empfunden, wie die jungen Leute bei der Türe herein spaziert sind. Wir haben eine gute Kameradschaft beim Funderchor, es steht ein jeder zum anderen. Ich bin der älteste, komme aber gut aus mit jeden Sänger!

Georg: Du bist ja immer noch ein sehr aktiver Sänger.

Jakob: Ja, der Chorleiter hat immer eine Freude mit mir, weil ich bei jeder Probe da bin.

Georg: Ja, Jakob, jetzt haben wir einiges vom Funderchor gehört, und auch von Dir, Du bist ja eigentlich eng verwoben mit dem Chor. Herzlichen Dank für das Interview. Das nächste machen wir in 10 Jahren.

Jakob: ich hoffe auch, wenn ich nicht früher sterbe, machen wir eines.

Georg: Passt! Und jetzt trinken wir ein Bier!

Jakob: Prost.